Beyoğlu Istanbul: Sehenswürdigkeiten in Galata, Pera und Taksim
Beyoğlu liegt nördlich des Goldenen Horns und ist aus den alten Vierteln Pera und Galata entstanden. Ein genuesischer Turm, Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert, Passagen, ehemalige Botschaften und Meyhanes (traditionelle Tavernen) machen es zum weltoffensten Teil Istanbuls. Man erkundet Beyoğlu am besten zu Fuß: von Karaköy hinauf nach Galata und dann über die İstiklal-Straße bis zum Taksim-Platz.
Galata
Galataturm. 1348 von den Genuesen am höchsten Punkt ihrer Stadtmauer errichtet, heute ein Museum. Von der Aussichtsterrasse sieht man Altstadt, Goldenes Horn und Bosporus auf einen Blick. Der Museum Pass Istanbul gilt hier. Wer früh am Morgen kommt, spart sich lange Warteschlangen.
Galata-Mevlevihane. Das 1491 gegründete Derwischkloster war das erste der Mevlevi-Derwische in Istanbul. Der hölzerne Tanzsaal ist heute Museum; an bestimmten Tagen finden Sema-Zeremonien statt.
Camondo-Treppe und Bankenstraße. Eine geschwungene Jugendstiltreppe führt von Galata hinunter zur alten Bankenstraße von Karaköy. Im ehemaligen Gebäude der Osmanischen Bank befindet sich heute SALT Galata mit Ausstellungen und Bibliothek.
İstiklal-Straße und Pera
İstiklal-Straße. Die rund 1,5 Kilometer lange Fußgängerzone verbindet Tünel mit dem Taksim-Platz. Rote Nostalgie-Straßenbahn, Bauten aus dem 19. Jahrhundert, Kirchen, Passagen und Buchhandlungen prägen das Bild. Die Standseilbahn Tünel fährt seit 1875 und gehört zu den ältesten U-Bahnen der Welt.
Çiçek Pasajı. Die Blumenpassage im Gebäude der Cité de Pera von 1876 liegt in Galatasaray unter einem Glasdach. Dahinter sind der Fischmarkt und die Nevizade-Gasse das Herz der Istanbuler Meyhane-Kultur.
Pera Museum. Hier hängt Osman Hamdi Beys berühmtes Gemälde „Der Schildkrötenerzieher“, dazu kommen eine starke Orientalismus-Sammlung und wechselnde Ausstellungen.
Pera Palace und Asmalımescit. Das Pera Palace Hotel öffnete 1892 für die Reisenden des Orient-Express. Gleich daneben reihen sich in Asmalımescit Meyhanes und Bars aneinander.
Die Treppengasse Cezayir Sokağı, auch „Französische Straße“ genannt, und das für seinen türkischen Kaffee bekannte Mandabatmaz passen gut in denselben Spaziergang.
Karaköy und Tophane
Karaköy mit Fähranleger, alten Handelshäusern, Frühstückslokalen und Fischrestaurants ist den ganzen Tag lebendig. Direkt daneben liegen die Uferpromenade Galataport und das Istanbul Modern im Neubau von Renzo Piano. In Tophane lohnt die Kılıç-Ali-Pascha-Moschee von Mimar Sinan einen Halt.
Cihangir und Çukurcuma
Am Hang zwischen İstiklal und Bosporus liegt Cihangir mit steilen Gassen, Cafés und vielen Katzen. Das benachbarte Çukurcuma ist für Antiquitäten- und Vintage-Läden bekannt. Ein Spaziergang verbindet beide Viertel:
Spaziergänge durch Beyoğlu
Praktische Tipps
- Anreise: Die Metro M2 hält in Şişhane und Taksim, die Straßenbahn T1 in Karaköy und Tophane. Von Karaköy fährt die Standseilbahn Tünel hinauf.
- Steigungen: Der Weg von Karaköy nach Galata ist steil. Bequemer ist es, in Tünel zu starten und bergab zu laufen.
- Andrang: Die İstiklal-Straße ist an Wochenendabenden sehr voll. Zum Galataturm am besten direkt zur Öffnung.
- Abends: Meyhanes in Asmalımescit und Nevizade, Jazz zum Beispiel im Salon İKSV oder im Nardis.
Häufige Fragen
Was sollte man in Beyoğlu gesehen haben?
Galataturm, Galata-Mevlevihane, İstiklal-Straße, Çiçek Pasajı, Pera Museum und Karaköy. Alles lässt sich an einem Tag zu Fuß verbinden.
Gehören Beyoğlu und Taksim zusammen?
Ja. Der Taksim-Platz liegt im Bezirk Beyoğlu, die İstiklal-Straße führt von dort hinunter bis Tünel nahe dem Galataturm.
Wie kommt man am einfachsten zum Galataturm?
Mit der Metro M2 bis Şişhane und dann wenige Minuten zu Fuß, oder mit der Standseilbahn Tünel von Karaköy hinauf.
Wo geht man in Beyoğlu abends aus?
In die Meyhanes von Asmalımescit und Nevizade, in die Bars von Cihangir und in die Jazzclubs rund um die İstiklal-Straße.












