Mandabatmaz
Winziges Kaffeehaus in einer Passage an der İstiklal Caddesi in Beyoğlu, das seit 1967 türkischen Kaffee kocht. Der Name spielt auf den dicken Schaum an.
Zuerst fällt der Schaum auf: dicht, dunkel, bis zum Tassenrand. Mandabatmaz ist ein winziges Kaffeehaus für türkischen Kaffee in Istanbul, in der Olivia-Passage (Olivia Geçidi) direkt an der İstiklal Caddesi in Beyoğlu. Seit 1967 wird hier Kaffee gekocht, auf ein paar Hockern und an niedrigen Tischen.
Geschichte
Der Laden öffnete 1967 und ist seitdem in derselben Passage geblieben. Rund um die İstiklal hat sich viel verändert: Geschäfte kamen und gingen, die Straße wurde mehrfach umgebaut. Mandabatmaz blieb an seinem Platz.
Jahrzehntelang stand Cemil Filik am Herd, von Stammgästen „Cemil Usta“ (Meister Cemil) genannt. Heute führt eine jüngere Generation der Familie das Geschäft weiter.
Der Name ist eine türkische Redewendung: manda batmaz heißt „ein Wasserbüffel würde nicht einsinken“. Man erzählt, der Schaum sei so fest, dass ein Büffel darauf stehen könnte. So beschreibt man im Türkischen einen besonders dicken Kaffee.
Was man trinkt
Auf der Karte steht im Grunde nur eines: türkischer Kaffee. Dafür wird sehr fein gemahlener Kaffee mit Wasser und nach Wunsch Zucker in einem kleinen Stielkännchen, dem Cezve, aufgekocht. Der Satz sinkt auf den Tassenboden, den letzten Schluck lässt man stehen.
Bei Mandabatmaz wird jede Tasse einzeln gekocht. Der Kaffee wird zuerst mit heißem Wasser verrührt und dann aufs Feuer gestellt. Aus einem Kännchen kommen höchstens zwei Tassen. Den Zucker bestellt man gleich mit: sade (ohne), az şekerli (wenig), orta (mittel) oder şekerli (süß).
Dazu gibt es ein Glas Wasser, das man vor dem Kaffee trinkt. Die Kultur und Tradition des türkischen Kaffees steht seit 2013 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. In einer Ecke steht ein alter Samowar; auch Tee wird daraus ausgeschenkt.
Besuch
Mandabatmaz liegt in Beyoğlu, in der schmalen Olivia-Passage am Tünel-Ende der İstiklal Caddesi. Die nächsten Haltestellen sind Şişhane (Metrolinie M2) und die historische Standseilbahn Tünel. Vom Taksim-Platz aus ist es ein Spaziergang entlang der İstiklal.
Der Raum ist sehr klein. Am Wochenende nachmittags und am frühen Abend wird es voll, ein paar Minuten Warten auf einen Hocker sind normal. Morgens ist es ruhiger. Reservierungen gibt es nicht.
Aktuelle Öffnungszeiten finden Sie auf den Social-Media-Kanälen des Lokals.
Tipp: Orta (mittelsüß) bestellen, dann ist der Schaum am dichtesten. Ein guter kurzer Halt auf dem Weg von Taksim nach Galata, wenn Sie Istanbuls Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden.
Häufige Fragen
Wo ist Mandabatmaz in Istanbul?
In der Olivia-Passage an der İstiklal Caddesi in Beyoğlu. Nächste Metrostation ist Şişhane (M2).
Was bedeutet Mandabatmaz?
„Ein Wasserbüffel würde nicht einsinken“ – eine türkische Redewendung für Kaffee mit sehr dickem Schaum.
Seit wann gibt es Mandabatmaz?
Seit 1967, immer in derselben Passage an der İstiklal Caddesi.
Muss man bei Mandabatmaz reservieren?
Nein. Es ist ein sehr kleines Kaffeehaus mit wenigen Hockern; zu Stoßzeiten wartet man kurz auf einen Platz.
Wie bestellt man türkischen Kaffee?
Man nennt gleich den Zucker: sade (ohne), az şekerli (wenig), orta (mittel) oder şekerli (süß). Der Zucker wird mitgekocht.